Dienstag, 29. Juli 2014

Golf 2 Antennenball

Diese Antennenbälle gibt es ja wie Sand am Meer und das zu einem Preis, wo man nur den Kopf schütteln kann. Ich wollte keine 3 oder 5 Euro für einen f***k Ball ausgeben, also baute man dieses kleine Gimmick selber. Man kann Styropor nehmen oder auch Plastik, letzteres fand ich zu einem günstigen Preis in der Sportabteilung. Es sind 6 Stück in der Packung und so hat man noch ein paar auf Reserve, falls so ein zurückgebliebener Balg auf den Trichter kommt das Teil ab zu reißen.
Die Farbe inkl. Aufdruck habe ich so gelassen und find es passt ganz gut zum 90er Jahre Style. Nun musste nur noch ein Loch in den Ball und das geht auf zwei Arten. Entweder Bohren oder wie ich mit dem Skalpell mutig eine Öffnung schneiden.
Sieht erstmal abenteuerlich aus, aber der Rand wurde noch bearbeitet. Erstaunlich das es diesmal ohne Blutverlust klappte. Dann wurde der Ball mit Füllmaterial befüllt und mit der Antennenspitze verklebt. Nun hat er festen halt und auch auf der Autobahn macht das Teil keine Faxen.
War eine schöne kleine Bastelaktion für zwischendurch und morgen gehts auf die Bühne, denn Zahnriemen Satz + Öl warten auf ihren Wechsel. Wenn man schon mal da ist, wird gleich mal der Rost angesprochen am Heck ( soll ja wieder schick werden )


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Samstag, 26. Juli 2014

Trabant & Ostfahrzeugtreffen Brüssow 2014

Die Sonne knallte mit 32 Grad auf den Asphalt und keine einzige Wolke stand am Himmel. Zufällig klemmte der Flyer vor ein paar Wochen in der Zeitung, denn die Info´s hier auf dem Land sind nicht grade so pralle und es passiert leicht das manches einfach untergeht. Aber diesen Termin hatte ich schon länger im Kalender, denn es galt als kleiner Geheimtipp.Erstmal Rücksack gepackt, Öl Check, Sprit im Tank und los ging es nach Brüssow zum Treffen. Unterwegs lag schon das Zweitaktgemisch in der Luft und vereinzelt tauchten schon die ersten Fahrzeuge auf. Eine entspannte Fahrt über die Landstraßen, keine Blitzer,kein Stau und es ging immer gerade aus. Man musste sich schon ein wenig auskennen denn wer z.B. von der Autobahn kam, hatte keinen Hinweis wo lang es nach Brüssow geht, geschweige denn zum Trabant Treffen.
In vereinzelten Dörfern klemmte dann am Laternenmast ein Pappschild und mann wusste das es der richtige Weg ist. Das Treffen fand auf dem Zeltplatz statt und als Besucherparkplatz war der davor liegende Fußballplatz eingerichtet. Als ich die flimmernde Hitze über den Autodächern sah, ahnte ich schon das es Backofen-Feeling wird wenn ich dort den Golf abstelle. Also nochmal umgekehrt und am Ortseingang am Waldrand im Schatten geparkt. Da standen nur 3 Fahrzeuge, aber in nur wenigen Minuten füllte sich der schmale Weg am Wald mit Autos aus allen Regionen. Aber nicht nur dort, sondern auch der Fußballplatz wurde knackend voll. Ein Glück das ich recht früh dort am Start war, sonst wäre es wieder ne never ending story von Parkplatz Suche geworden. Es folgten dann 3 Minuten Fußweg bis zum Eingang und es waren 3 Euro Eintritt + 1 Euro mit Auto auf den Parkplatz. Das nenne ich mal einen normalen Preis und Personal war auch genügend da und sehr freundlich :)
Im Eingangsberreich standen erstmal gleich ein zwei West Wagen. Es war zwar ein Ost-Fahrzeugtreffen aber auch Oldtimer die jenseits der Mauer gebaut wurden, waren gern gesehen.
Die ersten Trabbis zeigten schon das auch Tuning eine große Rolle spielt und so gab es noch einige Schmuckstücke weiter hinten auf dem Platz zu sehen.
Mittendrinn stand dann noch dieser schöne Volvo.
Die Lackierung war schon ein Knaller, aber alles mit Liebe zum Detail

 Ich glaub es war der einzigste Opel auf dem Platz, klasse Zustand und schön gepflegt.
 Bei einigen war auch Motortechnisch einiges geändert.
Ein Schild mit der Aufschrift: Bitte nicht am Lack lecken, wäre wohl angebracht gewesen. Da steckte richtig viel Arbeit drinn.
Klasse Felgen gab es auch recht öfter zu sehen.

Auch die Prenzlauer Feuerwehr war vor Ort mit ihrem Garant.
Das nenne ich mal einen Camping Aufbau
Der hier im Retro Look war verdammt gut gemacht und war mit einer der schönsten am Platz.
Hier fand ich den Kontrast gut, vom poliertem Lack & Schriftzug mit Patina.
 Wenn man einen alten Garant K30 fährt, braucht man keine Mucki Bude. Vor der Haube verschwinden schonmal ganze Personengruppen und auch sonst ist nur Panzer fahren robuster.
 Schatten war Luxus am heutigen Tage.
Bei der Farbe musste ich an eine Bahnschranke denken, aber stand dem kleinen sehr gut :)

Wie schön doch so ein Amaturenbrett sein kann.... das wahren noch Zeiten.

Es hatte sich wirklich gelohnt und die familiäre Atmosphäre war einmalig, da können sich andere Treffen mal ne Scheibe von abschneiden. Es lag etwas in der Luft, man hätte Stunden noch sitzen können und dem treiben um einen herum zuschauen können. Es waren viele schöne Wagen da, nicht zu viel Händler und keine Kirmes. So sollte ein Autotreffen sein !


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Dienstag, 22. Juli 2014

Golf 2 neuer Luftfilter,Kerzen ect.

Es sind hier um die 33 Grad im Schatten und die Leute stehen sich an dem Eiscafe die Füße platt. Auch wenn man sich so wenig wie möglich bewegt, der Schweiß läuft ohne Gnade die Stirn entlang und die leeren Wasserflaschen türmen sich in der Küche. Dennoch ging es erstmal zum Teilehändler und schon auf dem Weg zum Wagen klebte mir der Teer am Schuh. Ich stieg ein in den Backofen und clever wie ich war, lag meine Brille oben auf dem Amaturenbrett. Es war, als würde man mir ein Brandzeichen auf die Nase setzen und gleichzeitig schmolz sich der Bügel hinter den Ohren ein. Endlich angekommen, schälte man sich aus dem Sitz mit nassem Shirt und holte den Kleinkram ab. Zum Thema Pollenfilter beharrte die Frau hinterm Tresen drauf, das der Golf 2 einen hat und er sogar im Lager sei. Okay, dann zeigen sie mal her und die gute Dame verschwand hinter den Regalen. Als sie zurück kam mit einem Filter ( der von der größe her auch für einen LKW hätte sein können ) klärte es sich auf, denn wenn mein 2er überhaupt einen hätte, wäre der so groß wie ein Brötchen.
Trotzdem erstmal unter die Wasserkastenabdeckung geschaut und von Dreck befreit.
Herrlich wie einfach man an alles drann kommt und so zog ich erstmal die Gummidichtung ab und löste die 4 Halterungsklipse an der Oberkannte.
Das lässt sich am besten mit so einem kleinen Schraubenschlüssel machen. Mann kann auch einen Schraubendreher oder ein Messer nehmen, aber wie heist es so schön: lernen durch Schmerz ! Dann einfach nach oben drücken und schon fliegen sie einem entgegen.
So sah es unter der Abdeckung aus und zum Glück keinerlei Rost und die Regenabläufe waren auch frei. Ein wenig den Staubsauger reingehalten und mit Reiniger sauber gewischt und dann sah das ganze schon so aus.
Dann Plasteabdeckung wieder drauf und weiter ging es zum Luftfilterkasten. Vier Klammern und eine Schraube gelöst und schon sprang einem der verranzte Filter entgegen.
Den leichten Ölfilm am Rand entfernt und rein mit dem neuen Filter.
Nachdem alles wieder befestigt war, noch schnell die Zündkerzen gewechselt, denn die sollten wohl noch sehr,sehr alt sein laut Rechnungen.
Hmm, ging zwar noch klar auf jeden Fall aber wenn man schon die neuen bei den Ohren hat, flogen die alten gleich raus. Kabel wieder angeschlossen, Haube zu und los ging die Fahrt. Blöderweise muss ich beim Tausch des Filters irgendwie gegen den Gaszug gekommen sein, jedenfalls klemmte da was und er hielt das Standgas bei guten 2500......
Das Problem löste sich innerhalb von weniger als 3 Minuten, war einfach nur bissel verstellt. Haube zu und er lief wieder wie ein Schweizer Uhrwerk. Als nächstes steht der Zahnriemenwechsel an inkl. Ölwechsel und dann ist der dezente Service Stau behoben. Anbei noch ein Bild von der Bordmappe und ich danke der Frau das sie alles so sorgfältig aufgehoben hat. Selbst der alte G-Kat Aufkleber und das Heft mit den ganzen Daten wie Lack Code und Ausstattung ist dabei. Ist selten geworden das Bersitzer sich noch so bemühen und alles gesammelt haben im laufe der Jahre.



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Sonntag, 20. Juli 2014

Der Golf.. heute is Waschtag

Wenn man mehr Pflegeprodukte im Auto hat als in der eigenen Wohnung und bei herlichstem Wetter in komischen Positionen den Wagen schrubbt, ist man schon besessen davon. Aber der Mief der letzten Jahre musste einfach weg und so vergingen die Stunden an der Tankstelle. Begonnen hatte alles im Innenraum und dort wartete der Dreck an jeder noch so erdenklichen Stelle.
Hmmm, lecker ! Das Amaturenbrett brauchte mehrmals die Reinigung und nach zwei Küchenrollen später war der ganze Keim runter. Ganz nebenbei zog ich mal im Radioschacht die Kabel raus und fragte mich was zur Hölle dieser mit Lüsterklemmen gespickte Kabelsalat soll. Dazu gesellte sich noch ein langes Kabel, was abenteuerlich unter den Beifahrersitz führte. Unter dem Sitz befand sich ein CD Wechsler, der ohne funktion war. Kurz gesagt ich hab den ganzen Krempel raus geschmissen inkl. der losen Kabel unter dem Sitz.
Da werd ich mich mal in einer ruhigen Minute drann setzen und wahrscheinlich auch mit Hilfe, denn Elektrik ist für mich ein Hexenwerk. Weiter ging es zum Teppich und zu den Sitzen welche bis in die Abendstunden behandelt wurden. Mag aufwändig klingen aber der Dreck der letzten 23 Jahre lag noch immer tief im Gewebe. Zwischen den Nahtstellen z.B. war eine größere Ansammlung von Fusseln,Erdnüssen,Haaren und anderes Zeugs zu finden.


Kann sich jetzt sehen lassen und nun steigt man wenigstens auch wieder mit sauberen Klamotten aus dem Wagen aus. Die Sitzpolster waren noch dezent Geruchsbelastet und ich will keine Werbung für machen,denn es gibt ja hunderte von Produkten aber das normale Febreeze killt echt alle fiesen Gerüche, ohne im Anschluss aufdringlich zu sein.
Danach folgte der Motorraum und dort gab es ebenfalls nur Reiniger und einen Lappen. Das erste Bild zeigt den Zustand bevor jemals jemand was daran gemacht hatte.
Hatte schon schlimmere gesehen, aber ich wollte es dort auch wenigstens etwas frischer haben. Es dauerte seine Zeit bis man überall drann war und Schnittwunden gab es gratis mit dazu. Bin da ganz blöd hinter dem Gaszug hängengeblieben und der rote Saft lief gleich die Hand runter. Also konnte ich gleich nochmal drüber wischen. Hier unten sieht man nun ihn nach der Reinigung, war da ein Grind auf dem Block ohne Ende....
Dann ging es den alten Gummiteilen an den Kragen und selbst der Tankeinfüllberreich glänzt nun auch wieder.
Heute noch ein paar Details auffrischen und denn sollte das gröbste erstmal weg sein.Bei 34 Grad kriegste auch echt die Motten und bissel Abkühlung muss sein :D


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Freitag, 18. Juli 2014

Golf 2 Pasadena

Um den vielen Nachfragen aus meinem privaten Umfeld eine Antwort zu geben... JA, ich habe meinen modernen Opel Astra verkauft und nach langer Suche nebenbei, endlich einen 2er Golf in gutem originalen Zustand gefunden. Hatte in den letzten Wochen viele Kilometer zurück gelassen und Leichen ohne Ende besichtigt. Auf den Fotos sehen sie immer gut aus und auch per Telefon machen einige einen relativ guten Eindruck, aber die Realität war dann meistens Kernschrott vom feinsten.  Vieles wurde irgendwie mit allen Tricks aufgehübscht und Rost einfach überlackiert. Auch ein riesen Dankeschön an all die Jugendlichen, die überall ihre Finger drann hatten und alles verbastelt hatten mit den wildesten Handfertigkeiten ( nein, das hier schreibt kein alter Sack :P )
So stumpft man mit der Zeit ab und sucht bis in die Nacht hinein nach Karren. Dann sah ich im Netz wieder ein 2er Golf stehen und mit Bilder war es auch nicht so pralle von der Quallität her. Ein kurzes Telefonat und es ging auch schon los auf die Autobahn, wo 400km erstmal bewältigt werden mussten.

 Dieser Gedanke was einen erwarten würde und noch schlimmer war es daran zu denken, mit dem alten Wagen auch wieder die ganze Strecke zurück fahren (falls es dann zum Kauf kommt). Man weis nie wie es mit der Technik ausschaut und es wäre der absolute Super-Gau mitten in der Pampa liegen zu bleiben. Das Navi Gerät lief diesmal zuverlässig und Zeitlich war alles tip top, bis die Wagen weiter vorne das Warnblinklicht einschalteten. Ohhhhh nein, bitte nicht Stau !!! Verdammt, es war Baustelle und diese ging bis weit hinter den Horizont.  Die Zeitangabe im Navi wurde immer länger und nun war es sowas von klar das man zu spät da ankommt.
Die Sonne ballerte unerbittlich in den Innenraum und man wurde förmlich Gebacken im eigenen Saft. Irgendwann ging es dann langsam weiter weil viele das Reißverschlussprinzip bis heute nicht Begriffen haben. Mit einer guten Stunde verspätung schlug man dann endlich am Treffpunkt auf, doch  der erste Eindruck war positiv. Man schaute nach den üblichen Schwachstellen und er war bis auf das Heckblech Rostfrei. Klar ein wenig Flugrost hat man immer aber sonst stand er sehr gut da. Original Pasadena Ausstattung, lediglich das Radio war Müll, Stoßstange vorne schief durch einen kleiner Rempler und es fehlte hinten der Schriftzug vom Modell. Damit kann ich Leben, denn der Rest wie z.B. die Sportsitze waren absolut Zustand Note 1. Nix kaputt oder durchgessen, Garagenwagen und wenige Kilometer die aber Dank kompletter Fahrzeug Historie sich ab Werk an nachvollziehen lassen. Ich hatte meine Begeisterung gut unter Kontrolle und machte böse Mine zum guten Spiel. Nachdem alles weitere geklärt war und der Preis einem normalen günstigen Flachbild Fernsehr entsprach, ging es auch schon wieder richtung Heimat. Ich musste mich stark drann gewöhnen denn der Unterschied zum Astra war ein tritt in die Steinzeit. Aber je mehr Kilometer es wurden, desto mehr kam man damit zurecht und ich schätze diese Einfachheit sehr und es gibt nix ehrlichereres wie einen 2er Golf oder ähnliche Baujahre. Damals war halt alles noch robust :)
Langsam tastete ich mich heran, wollte dem alten Herren nicht treten und so fuhr man ganz gemütlich die 400km ab. Die letzen 160km ging es dann mal mit 140kmh vorran aber sonst sehr entspannte Rückfahrt in der Nacht und gegen 0:15 Uhr kam ich zu Hause an. Es funktioniert soweit alles, nur die Tachobeleuchtung war defekt, aber das ist ja ne schnelle Nummer. Der Rost am Heckblech wird auf jeden Fall in Angriff genommen und sonst noch bissel kleinigkeiten... mal schauen was da noch so kommt, aber in erster Linie steht die Sauberkeit ganz vorn.

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